Ortsteil Strittmatt

Einwohner: 439 (Stand 30.06.2018)

Das Dorf ist aus mehreren Einzelhöfen und einer Mühle (an sie erinnert heute noch das Ortswappen) entstanden und im Jahr 1281 erstmals belegt. Die vor 200 Jahren eingeführte Hausweberei – zeitweise waren über 150 Webstühle in den Strohhäusern aufgestellt – ließ die Bevölkerung rasch ansteigen. Nach dem wirtschaftlichen Niedergang, um die Mitte des 19. Jahrhunderts, wanderten viele Dorfbewohner nach Amerika aus.                            

Einwohnerzahlen verdeutlichen dies: 1847 waren es 713 Einwohner; 1939 noch 301!    1927 erhielt Strittmatt den 998,93 ha großen Kirchspielwald (eh. Genossenschaftswald der zum Kirchspiel Görwihl gehörenden Bauern) zugesprochen.   Kirchlich gehörte Strittmatt früher zur Pfarrei Görwihl, 1925 konnte eine unter großen Opfern erbaute eigene Kirche eingeweiht werden. 1927 wurde der Ort Pfarrsitz und Kuratie für die Dörfer Strittmatt, Segeten und Engelschwand.   

Wappen Strittmatt
 

Bei der "Schwarzen Säge" erinnert das Gewann "Erzlöcher" an den einstigen Abbau von silberhaltigem Bleiglanz. Unterhalb liegt am Schwarzenbach beim "Krai-Woog-Gumpen" eine der größten aus der letzten Eiszeit stammenden Gletschermühlen des Schwarzwaldes. Durch Strittmatt mit seiner 1602,93 ha umfassenden Gemarkungsfläche hat die Gemeinde Görwihl den größten Gebietszuwachs bei der Eingliederung am 1.1.1975 erhalten.   

Das Wappen zeigt in Silber über dem unteren Schildrand ein goldenes Schildchen mit einem vierspeichigen schwarzen Mühlrad; auf dem Schildchen steht eine grüne Tanne mit schwarzem Stamm. Das Mühlrad erinnert an die schon seit dem ausgehenden Mittelalter in Strittmatt nachweisbare Mühle; die Tanne steht für die Grafschaft Hauenstein. Strittmatt führt dieses Wappen seit 1906.

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